
Es werden Themen aus allen Ressorts angeboten. Die Formate sind auf das jeweilige Medium zugeschnitten und werden je nach Wunsch als Bericht, Reportage, Feature, Kommentar oder Meldung aufbereitet. Bei Bedarf kann exklusives Fotomaterial geliefert werden.
Firmenraub in Peking
Süddeutsche Zeitung, 13.10.2009
Ein Stuttgarter Unternehmen suchte in China das große Geld und wurde von den eigenen Managern ausgeplündert - kein Einzelfall.... mehr
Arbeitsplätze wie am Fließband
Süddeutsche Zeitung, 19.09.2009
Kaum eine chinesische Stadt ist von der Wirtschaftskrise so hart getroffen worden wie Dongguan. Jetzt zieht die Wirtschaft an und Wanderarbeiter kehren zurück. Doch die Bedingungen sind nicht mehr die gleichen.... mehr
Die globalen Wanderarbeiter
Süddeutsche Zeitung, 17.07.2009
Die meisten Mitglieder der chinesischen Arbeiterkolonne haben nie zuvor in einem Flugzeug gesessen. Schon gar nicht in solch einem Luxusflieger. Besonders die Fernbedienung für den multifunktionalen Bildschirm im Sitz des Vordermannes sorgt bei den Männern für Verwirrung. Einer drückt völlig planlos auf den Knöpfen herum und sucht Hilfe bei seinem Sitznachbarn. Auch der ist überfragt. Die Flugbegleiterinnen müssen sich an ihre Neukunden gewöhnen. Die Gäste sind einfache Menschen aus ärmlichen Verhältnissen. Wo sie herkommen, gibt es häufig kein fließendes Wasser. Der Duft des Lebens hat sich in der Kleidung der Männer festgebissen... mehr
Die Wirtschaftsolympiade
Süddeutsche Zeitung, 07.07.2009
Chinesen lieben Rekorde. Das gilt besonders für solche, die sie selber aufstellen. Die Expo 2010 in Schanghai kommt wie gerufen für neue Bestmarken „made in China“: die meisten Aussteller, die größte Fläche und natürlich die meisten Besucher. 70 Millionen Menschen werden im kommenden Jahr zwischen dem 1. Mai und dem 31. Oktober zur Weltausstellung erwartet.Notfalls auch indem die Landbevölkerung mit Freikarten versorgt und in Bussen nach Schanghai gekarrt wird, ähnlich wie bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking.... mehr
Überholen mit Opel
Süddeutsche Zeitung, 02.07.2009
Mancher Chinese, der in Shanghai geboren ist, unterteilt die Weltbevölkerung in drei Kategorien: Shanghainesen, Ausländer und Bauern. Besonders in der Hauptstadt Peking gibt es Landsleute, die fürchterlich genervt sind von diesem arroganten Gehabe gut 1000 Kilometer weiter südlich. Und so hat sich im Sog des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas ein Wettlauf zwischen den beiden Metropolen entwickelt, der immer neue Blüten treibt. Olympia in Peking gegen Expo in Shanghai ist nur ein Beispiel. Große Spannung verspricht auch die Entwicklung auf dem Automarkt.... mehr
Als der Sohn im Eckladen verschwand
Neue Osnabrücker Zeitung, 29.06.2009
Die Kamera ist über dem Eingang des kleinen Lebensmittelgeschäfts installiert. Man kann sie leicht übersehen, wenn man die Augen nicht über Kopf richtet – also dorthin, wo Überwachungskameras in der Regel hängen. Man findet sie aber ebenso leicht, wenn man gezielt danach sucht. Der Polizei in Shenzhen ist dies jedoch nicht gelungen. Ihr blieb brisantes Material der Überwachungslinse zunächst verborgen. Sie kann deshalb von Glück reden, dass mancher Bürger die Ermittlungen selbst in die Hand nimmt..“.... mehr
Dressierte Ahnungslosigkeit
Mittelbayerische Zeitung, 03.06.2009
Lachen kann manchmal ansteckend sein. Manchmal kann es aber auch einen kalten Schauer verursachen, der über den Rücken läuft. So wie neulich bei einer Pressekonferenz in Peking mit Regierungssprecher Zhao Qizheng. Ein US-chinesischer Journalist fragte, ob die Kommunistische Partei zum 20. Jahrestag des Tiananmen-Massakers eine Neubewertung der Ereignisse in Betracht zieht. „Sie arbeiten für Voice of America“, vergewisserte sich Zhao. „Ja“, antwortete der Journalist. „Das habe ich mir gedacht. Solch eine Frage kann nur von ihrem Medium kommen“ , sagte der Regierungssprecher. Ein Teil der rund 150 chinesischen Journalisten lachte über die Bemerkung, die den Kollegen bloßstellen sollte.
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Universeller Schnick-Schnack
ART-Magazin Online, 14.05.2009
Zehntausende Zuschauer - jeden Tag. Für einen Künstler wie Tobias Zaft gibt es kaum etwas Größeres als ein derart gewaltiges Publikum für seine Arbeit. Und Zaft ist gerade einmal 27 Jahre alt. Mit ein bisschen Glück könnte dies den Durchbruch für ihn bedeuten. Die Bühne, die ihm zur Verfügung steht, ist die hochmoderne Bildschirm-Fassade eines Pekinger Bürogebäudes. Der Komplex ist 130 Meter breit, bis zu 107 Meter hoch und hat eine LED-Fläche von rund 16.500 Quadratmetern – so viel wie kein anderes Gebäude in der Stadt. Für einen Videokünstler wie Tobias Zaft ist das genau die richtige Plattform.... mehr
mehr auch im chineischen Kunstmagazin Art & Review
714 Millionen Menschen haben die Wahl
Mittelbayerische Zeitung, 16.04.2009
Es soll Inder geben, die würden ihre Demokratie glatt gegen einen Sieg ihres Landes bei der Kricket-WM eintauschen. Der Sport ist in Indien eine Art Religion. Entsprechend groß war die Empörung bei zahlreichen eingefleischten Fans, als die Regierung Ende März alle 59 Spiele der diesjährigen Indischen Champions League (ICL) aus Sicherheitsgründen kurzfristig nach Südafrika verlegte. Der ICL-Meister 2009 wird praktisch parallel zu den mehrwöchigen Parlamentswahlen in Indien ermittelt, die am Donnerstag beginnen. Die Regierung wollte potenziellen Terroristen nicht unnötig Angriffsfläche bieten.... mehr
Tibetische Wahrheiten
Berliner Zeitung, 02.04.2009
Seit mehreren Wochen bekommt Lungdog Yexe regelmäßig Besuch von der chinesischen Polizei. Die Beamten dringen ohne Ankündigung in sein kleines Geschäft ein und durchsuchen die Räumlichkeiten. Sie verlieren dabei nicht viele Worte, und sie tragen Maschinengewehre im Anschlag. Gefunden haben die Beamten zwischen all den bronzenen und hölzernen Buddhas noch nie etwas, das sie interessieren würde. Trotzdem kommen sie immer wieder. Lungdog Yexe fühlt sich zutiefst verletzt, sagt er. „Wir haben nichts falsch gemacht. Wir sind friedliche Menschen.“.... mehr
Revolution auf die chinesische Art: Wer hinten saß, durfte nach vorn
Braunschweiger Zeitung , 07.03.2009
Die Revolution hat in China Tradition. 1911 stürzte die kaiserliche Qing-Dynastie, 1949 rief Mao Zedong nach Langem Marsch und Bürgerkrieg die Volksrepublik aus, und ab 1966 tarnte Mao seinen Drang zum Machterhalt als „kulturelle Revolution“, indem er das Bürgertum von Halbwüchsigen niedermetzeln ließ. ...mehr
Wang Hong Mei ist karnevalistische Botschafterin
Neue Presse Hannover , 22.02.2009
In aller Öffentlichkeit wildfremde Männer zu küssen ist in einem konservativen Land wie China nicht üblich. Und schon gar nicht mehrere Hundert Männer in ein paar Tagen. Insofern wird Wang Hong Mei als „Gast-Prinzessin“ im Kölner Karneval ihren Horizont gehörig erweitern können. „Davor habe ich keine Angst. Die Männer meinen es ja nicht böse. Ich werde sie einfach zuerst küssen“, sagt Wang. Ein mutiger Plan. ...mehr
Kaputter Kick
taz, 09.01.2009
In aller Öffentlichkeit wildfremde Männer zu küssen ist in einem konservativen Land wie China nicht üblich. Und schon gar nicht mehrere Hundert Männer in ein paar Tagen. Insofern wird Wang Hong Mei als „Gast-Prinzessin“ im Kölner Karneval ihren Horizont gehörig erweitern können. „Davor habe ich keine Angst. Die Männer meinen es ja nicht böse. Ich werde sie einfach zuerst küssen“, sagt Wang. Ein mutiger Plan. ...mehr
Die singende Herdplatte
Berliner Zeitung, 19.12.2008
Wenn Chinesen die Euphorie packt, dann bremst sie keine Naturgewalt. Einerseits ist das eine bewundernswerte Eigenschaft, weil sie ihre Ideen einfach in die Tat umsetzen und nicht zögerlich hadern. Andererseits ist das manchmal beängstigend, weil Konsequenzen bei der Umsetzung ihrer Pläne nur am Rande eine Rolle spielen. Nun erfasst die Chinesen in der Hauptstadt Peking regelmäßig im Dezember die Weihnachtseuphorie, und wie gehabt pfeifen sie dabei auf die Konsequenzen. Nämlich dass es kaum noch zum Aushalten ist, was sich wochenlang in der Stadt abspielt... mehr
Peking lässt Familien im Stich
Neue Osnabrücker Zeitung, 08.12.2008
Der Skandal um verseuchtes Milchpulver in China sprengt nicht nur alle Dimensionen, er treibt die am schlimmsten betroffenen Familien auch noch in den Ruin. Trotz Zusage der Regierung, die Behandlungskosten für erkrankte Kinder zu übernehmen, klagen zahlreiche Eltern über mangelnde finanzielle Unterstützung. Der 27 Jahre alte Yang Yong aus Sichuan hat seit Mai 50.000 Yuan, umgerechnet rund 5500 Euro, für die Behandlung seines Sohnes ausgeben müssen. Das entspricht mehr als dem dreifachen Jahreseinkommen des Bauern... mehr
Angst vor dem Gesichtsverlust
Berliner Zeitung, 25.11.2008
Eine Entschuldigung zählt in China zu den wirklich komplizierten Dingen des Lebens. Manche Paare treiben deswegen unaufhaltsam dem Ende ihrer Beziehung entgegen. Li Yong kann davon ein Lied singen. Vor vier Jahren stritt er sich zum letzten Mal wegen einer vergleichsweise harmlosen Angelegenheit mit seiner damaligen Freundin. Er brachte es nicht fertig, sich bei ihr zu entschuldigen. Die beiden trennten sich, nachdem sie zuvor mehr als ein Jahr lang über eine gemeinsame Zukunft nachgedacht hatten. „Mich hat die Angst geplagt, dass sie meine Entschuldigung ablehnen würde, weswegen ich lieber gar nichts gesagt habe“, erklärt Li Yong... mehr
Der Gipfelstürmer
WAZ, 17.11.2008
Das eigensinnige Publikum wollte noch mehr sehen. Es versuchte mit Leibeskräften, Nikolai Dawidenko in den dritten Satz zu brüllen und vergaß dabei beinahe alle Fairness, so dass der Stuhlschiedsrichter sich wiederholt zu beruhigenden Gesten genötigt fühlte. Dawidenko tat den 15.000 im Qizhong-Tenniscenter von Schanghai jedoch nicht den Gefallen. Es war einfach nicht sein Tag, und somit schnappte sich erstmals in seiner Laufbahn der Serbe Novak Djokovic den inoffiziellen Titel des Tennis-Weltmeisters. 6:1, 7:5 hieß es am Ende, das gleichzeitig den Abschied des Masters-Cup aus Schanghai bedeutete..... mehr
Spagat zwischen Indien und China
Neue Osnabrücker Zeitung, 08.10.2008
Den Chinesen mag Ministerpräsident Christian Wulff viel lieber als den Inder. Zumindest wenn es darum geht, ein Restaurant auszuwählen. Die chinesische Küche habe eine Leichtigkeit, schwärmt Wulff, die in Indiens Speisen durch zum Teil schwere Soßen verloren ginge. Vom kulinarischen Standpunkt also dürfte der CDU-Politiker froh sein, dass Teil eins seiner Asienreise hinter ihm liegt. Nach fünf Tagen Indien landete Wulff am Dienstag in Peking zum dritten China-Besuch während seiner Amtszeit als niedersächsischer Landesvater.... mehr
Der Moloch brummt wieder
Berliner Zeitung, 30.09.2008
Der Restbestand entpuppt sich an diesem Morgen als Ladenhüter. Eigentlich soll alles unter den Hammer, was an Möbeln und Souvenirs aus dem olympischen Dorf übrig geblieben ist nach der großen Sause. Aber ins Pekinger Auktionshaus Beijing Property Exchange haben sich gerade einmal 17 Interessenten verirrt - einer weniger als Inventarpakete geschnürt wurden für das Verramschen im Zeichen der fünf Ringe.... mehr
Politische Morgenmuffel
taz, 15.09.2008
Offiziell hielt eine vermeintliche Änderung des Spielplans als Begründung her. Die Rollstuhl-Basketballer aus dem Iran ließen am Samstagmorgen die Mannschaft der USA und 12.000 Zuschauer im National Indoor Stadium vergeblich auf den Beginn des ersten Viertelfinales im paralympischen Turnier warten. Man sei nicht einverstanden mit der angeblich am Tag zuvor kurzfristig beschlossenen Vorverlegung der Partie von 11.15 Uhr auf 9.00 Uhr, hieß es aus Delegationskreisen.... mehr
Eklat nach Rollstuhl-Unfall
Stuttgarter Nachrichten, 10.09.2008
Seit Jahren schon kämpft der Behindertensport um die Anerkennung als Leistungssport mit professionellen Strukturen. Man mag nicht mehr belächelt werden von den ganzen Freizeitläufern und Fitnesspüppchen dieser Welt. Der große Trainingsaufwand, den Teilnehmer der Paralympics betreiben, um konkurrenzfähig zu sein, soll endlich dauerhaft ins Bewusstsein der übrigen Bevölkerung rücken und nicht alle vier Jahre neues Erstaunen wecken.... mehr
Kasperl im Theater
Sport1.de, 25.08.2008
Das wahre China wollten die Chinesen der Welt präsentieren bei diesen Olympischen Spielen in Peking. Doch nach dem Ende der Wettkämpfe bleiben massive Zweifel. Es begann mit kleinen Details bei der Eröffnungsfeier, die nicht echt wahren. Es setzte sich fort über Zuschauer in den Arenen und Menschen auf dem Olympiagelände, die heran gekarrt wurden, um der Veranstaltung dort Leben einzuhauchen, wo ihr Herz schlägt.... mehr
Hygiene
Mittelbayerische Zeitung, 13.08.2008
Restaurants gibt es in Peking an jeder Ecke. Hat man das Glück, dass es nur zwei Gehminuten entfernt von der eigenen Haustür ein günstiges und qualitativ gutes Lokal gibt, dann spart man sich gerne den Aufwand, selbst zu kochen. Familie Hao serviert zartes Fleisch und knackiges Gemüse. Selbst ein chinesischer Freund stellte neulich fest, dass angesichts der Preisklasse das Essen ausgesprochen gut sei. Dem einen oder anderen ausländischen Gast mag der Fußboden bitter aufstoßen.... mehr
Mao-Bibeln vom Ramschmarkt
Neue Osnabrücker Zeitung, 06.08.2008
Mao Zedong dürfte schon schwindelig sein. Es schüttelt ihn ordentlich durch beim Bremsen, beim Beschleunigen und in den Kurven. Sein Porträt am Rückspiegel des Taxis im zentralchinesischen Zhengzhou hängt an einem seidenen Faden und kann den Fliehkräften nicht widerstehen. In einer Rikscha vor 40 Jahren wäre es Mao nicht so ergangen. Doch die Zeiten ändern sich... mehr
Ein Geist namens Unsicherheit
Schweizer Tagesanzeiger am Sonntag, 28.07.2008
Herr Wang hat sich mächtig ins Zeug gelegt in den vergangenen Wochen. Jede freie Minute hat er an der Elektroorgel verbracht und sein Opus komponiert. Zehn Lieder umfasst das Werk. Und allesamt hat er sie den Olympischen Spielen gewidmet. Aber ein Interview in seinem Wohnzimmer im schmucklosen Wohnviertel östlich des dritten Autobahnrings muss Herr Wang dann doch ablehnen. «Die internationale Situation ist sehr schwierig», sagt Herr Wang. Von Anfang an war ihm die Idee nicht ganz geheuer. Muss er etwa.... mehr
Ein zweites Gehirn für Peking
Neue Presse, 09.06.2008
Von der Zukunft ist noch nicht viel zu sehen an diesem Tag. Das liegt weniger am Smog, der sich über das Gelände rund um das Pekinger Xuanwu-Krankenhaus in der chinesischen Hauptstadt gelegt hat. Es sind vielmehr die zahlreichen Mehrfamilienhäuser und die etlichen einstöckigen Flachdachbauten, die der Vorstellungskraft noch im Wege stehen. Denn genau an dieser Stelle, wo sich das chinesische Leben seit Jahrzehnten seinen schnöden Alltag bahnt, wird in einigen Jahren ein Stück Hannover stehen. Nämlich das Pekinger Ebenbild des International Neuroscience Institute (INI). Ein zweites Gehirn.... mehr
Hilfsgüter für Pandabären
Frankfurter Rundschau, 27.05.2008
Wolong. Panda-Dame Qing Qing schmatzt laut und genüsslich. So wie es eben üblich ist in der chinesischen Esskultur. Liebevoll steckt ihr Li Deshen ein Brotstück nach dem anderen durch die Gitterstäbe, mit beiden Vordertatzen nimmt Qing Qing die Brocken entgegen. ...mehr
Nur wenige Augenblicke Pressefreiheit
Mittelbayerische Zeitung, 03.05.2008
Peking. Die junge China-Korrespondentin will gerade auf die erste Frage des Live-Telefon-Interviews antworten. Es geht um den Dalai Lama. Dann dringt ein chinesisches Stimmengewirr durch den Hörer an ihr Ohr. Augenblicke später ist die Leitung tot. Alle weiteren Versuche per Mobiltelefon mit der Redaktion des TV-Senders Kontakt aufzunehmen, schlagen an diesem Tag fehl. Der Hinweis „Anruf gesperrt“ taucht im Sichtfenster auf. Zufall?... mehr
Sprechstunde im Stehen
Spiegel ONLINE, 24.04.2008
Schanghai. Die Gelegenheit packt die Frau mit der roten Handtasche und der rosafarbenen Stoffjacke gleich beim Schopfe. „Hallo, hallo, Herr Doktor“, sagt sie. Dann hastet sie auf den Mann im weißen Kittel zu und streckt ihm sofort das Gesicht bis auf 20 Zentimeter Abstand zu dessen Nase entgegen. Dabei zieht sie mit dem Zeigefinger das Lid ihres rechten Auges zurück und kommt gleich zur Sache ... mehr
Herz der Spiele
ARD.de, 18.04.2008
Der Bauarbeiter Cui Lian hat in diesem Jahr auf seinen Heimaturlaub zum
chinesischen Frühlingsfest verzichtet. Es gab Wichtigeres zu tun. Es
ging um eine nationale Angelegenheit von größter Dringlichkeit.
Cui gehörte zum Trupp derer, die unter Hochdruck an der Fertigstellung
des Olympiastadions in Peking arbeiten mussten, während der Rest des
Landes im Kreise der Familie gefüllte Teigtaschen zum Jahreswechsel verspeiste
...
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Friede und Freundschaft
Schweriner Volkszeitung, 08.04.2008
Wer liegt nach sieben Tagen Fackellauf jetzt eigentlich vorne? China oder
die Menschenrechtler? Mal der Reihe nach. Alma-Ata ging klar an China; überall
jubelnde Kasachen. Das war ja fast wie ein Heimspiel. Istanbul war ausgeglichen.
Hier und da ein Protestchen, aber kein großes mediales Echo. Dann kam
St. Petersburg. Nun ja, ausgerechnet im demokratischen Russland für Menschenrechte
auf die Straße zu ziehen, ist vielleicht keine allzu gute Idee...
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Angst vor Freiheit
Mittelbayerische Zeitung, 27.03.2008
Gehorsam eilt er voraus, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). Ein
Boykott der Olympischen Spiele in Peking kommt für ihn nicht in Frage.
Komme, was wolle. Das hören die Chinesen gerne in diesen Tagen, in denen
der Begriff Boykott immer wieder ins Spiel gebracht wird, um zumindest ein
Druckmittel gegen Chinas Vorgehen in Tibet in der Hand zu behalten ...
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Chinas nackte Superstars
Spiegel ONLINE, 27.02.2008
Nackte Prominente, Pornobilder, entsetzte Fans: Die Harmonie in China
ist aus der Balance, seit rund 1300 Sexfotos des Schauspielstars Edison Chen
im Internet aufgetaucht sind. Jetzt erfasst eine Debatte über Moral und
westliche Enttabuisierung das Land ...
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Die Chinesen im Zwiespalt
Tagesanzeiger am Sonntag, 10. Februar 2008
Der Mann gegenüber lehnt seinen Oberkörper nach vorne,
stützt seinen Ellenbogen auf das rechte Knie und richtet seinen Zeigefinger
senkrecht nach oben. "Wir haben jetzt solch fantastische Bauwerke wie
das Vogelnest oder den Wasserwürfel - alles wegen Olympia!", sagt
er. Dann richtet er seinen Oberkörper wieder kerzengerade auf und verleiht
seinen Worten mit einem Kopfnicken Nachdruck. Stolz ist er, der Mann aus dem
Zug von Peking ...
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Lob für den neuen Umweltfreund
Neue Osnabrücker Zeitung, 01. Februar 2008
Beim Mittagessen legte Sigmar Gabriel die Stäbchen nach zwei Bissen
vorsichtshalber zur Seite und griff stattdessen zu Messer und Gabel. Im Umgang
mit anderen chinesischen Gepflogenheiten bewies der Bundesumweltminister im
Rahmen seines Peking-Besuchs gestern mehr Fingerspitzengefühl. Bei einer
Konferenz für erneuerbare Energien überschüttete Gabriel die
Gastgeber mit Dank für ihr Engagement im Kampf gegen ...
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2008 soll das Jahr der Chinesen werden
Die Rheinpfalz, 31. Dezember 2007
Das Jahr 2008 soll dem Wirtschaftsriesen China auch politisch den
endgültigen Durchbruch bescheren. Die Olympischen Spiele im August können
dem Reich der Mitte als Sprungbrett in den engsten Kreis der Weltmächte
dienen. Entsprechend akribisch wird die größte internationale Bewährungsprobe
in der Geschichte des Landes seit Jahren vorbereitet. Peking will sich als
makelloses Spiegelbild ...
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Wie die Todeswelle das
Paradies veränderte -
Mittelbayerische Zeitung, 21. Dezember 2007
Die Liebe zu Büchern rettet manchmal Leben. Die
junge Thailänderin Kronkaew Panjamahaporn hat das am eigenen Leib erfahren.
Spontan und arglos entschied sich die heute 26-Jährige im November 2004
für einen Arbeitsplatz in einem Buchladen in Bangkok. ...
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Baby Zi Hua muss sterben
Mittelbayerische Zeitung, 29. November 2007
Höchstens noch ein Jahr trennt Zhang Mei
vom schlimmsten Tag ihres Lebens. Es ist der Tag, an dem ihr Sohn sterben
wird. Die kleine Frau mit dem runden Gesicht und den dünnen Haaren hat
einen dicken Kloß im Hals, wenn sie flüsternd von Zi Hua erzählt.
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Dicke Luft über Peking
Tagesspiegel, 9. August 2007
China posaunte via Schlagerschnulze die Botschaft
in den Abendhimmel. "We are ready – wir sind bereit", schallte
es am Mittwochabend vom Platz des Himmlischen Friedens über die Fernsehstationen
hinaus in alle Welt.
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Die Nacht, in der die Gabelstapler kamen
Aachener Zeitung, 7. August 2007
Es war der 3. Juli um viertel nach zehn abends,
als Frau Xu beinahe das Herz stehen blieb. Mit Urgewalt trat jemand die Holztür
ihres kleinen Hauses in der Pekinger Innenstadt ein und versetzte sie in Todesangst
...
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Goldfarmer in China
Schweriner Volkszeitung, 3. Juli 2007
Song Zhinan ist ein schmächtiger Typ vom anderen Ende derWelt.
Er trägt Brille, hat schiefe Schneidezähne und wirkt, als könne
er keiner Fliege etwas zu Leide tun. Doch etliche junge Leute aus Deutschland
würden dem Chinesen gerne den Hals umdrehen. ...mehr
14 Stunden schuften für das Glück deutscher
Kinder ...folgt in Kürze
Lausitzer Rundschau, 31. August 2007
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