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Zunächst das Wetter - 07.09.2008

Peking. Sir Philip Craven ist zu Gast an diesem Morgen, ein echter Adelsmann aus dem britischen Königreich. Er ist Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) und steht erstmals der Öffentlichkeit am Rande der Pekinger Spiele zur Verfügung. Aber es dauert noch, bis Craven das Wort erhält. Zunächst ist Wang Wei, Vizepräsident des Organisationskomitees BOCOG, an der Reihe. Er erzählt, dass am Tag zuvor 1055 Athleten, 247 Funktionäre, 37 technische Offizielle und 45 Journalisten die paralympischen Trainingsstätten besucht hätten. Dann sagt er, 7234 Menschen aus 143 Delegationen seien zu diesem Zeitpunkt im paralympischen Dorf, 1700 von denen würden im Rollstuhl sitzen. Craven sitzt auch im Rollstuhl. Er ist noch nicht dran. Zunächst das Wetter. „Peking: bewölkt mit Schauern, Hongkong: leichter Regen, Qingdao: bewölkt“, sagt Wang.

Endlich kann es losgehen. Und gleich fragt jemand ob es weiterhin diese Protestzonen geben wird, die bereits während der Olympischen Spiele eingerichtet waren. Da durfte zwar niemand protestieren, wurde notfalls sogar umgehend verurteilt, wenn er zu penetrant auf die Möglichkeit der öffentlichen Kritik gepocht hatte. Doch ein Protestpark klingt einfach gut, weswegen man kurzerhand auch während der Paralympics an der Attrappe festhält. Wang Wei glaubt nicht daran, dass es dort Proteste gegen wird. „Wir haben in China eine Kultur der Beratung“, sagt er. Und Philip Craven schob das Thema lieber gleich ganz weit von sich: „Ich hoffe auf ein sehr sportliches Umfeld dieser Spiele und überlasse es dem BOCOG, solche Situation zu bewältigen.“ Er hätte auch sagen, dass man seitens des IPC lieber schön brav den Mund hält, wenn nicht einmal der große Bruder IOC in der Lage ist, dem BOCOG Paroli zu bieten. Bloß kein Stunk mit den Gastgebern. Danke, dass wir hier sein dürfen.

 

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